Leben ist mehr...


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    Unterricht

1. Handlungsorientierter Unterricht

Grundlage des Unterrichtes ist der „Vorläufige (Thüringer) Lehrplan für die Förderschule für Geistigbehinderte“ aus dem Jahr 1998, den wir mit Anregungen aus aktuellen Lehrplänen anderer Bundesländer ergänzen.
Grundsatz unseres Bildungsangebotes ist die Gestaltung eines handlungsorientierten Unterrichts. Lernen wird so arrangiert, dass Schüler mit Kopf, Herz und Hand lernen können und über das eigenaktive Handeln die Inhalte begreifen. Beispielsweise wird das Thema „Wetter“ im handlungsorientiert Unterricht über das Fühlen und Erleben der Wetterzustände (kalt, warm, heiß, windig, stürmisch, trocken, feucht, Frost etc.) erschlossen. Diese Form des Unterrichts ermöglicht es allen Schülern unserer Schule an einem gemeinsamen Lerngegenstand zu arbeiten.
Aufgrund der individuellen Schülervoraussetzungen (in allen Klassen lernen Schüler mit hohem Unterstützungsbedarf gemeinsam mit Schülern ohne Förderbedarf in der körperlich-motorischen Entwicklung) erfolgt der Unterricht auch in individuellen Fördermaßnahme in Einzel- oder Kleingruppenförderung.

 

2. TEACCH-Ansatz

TEACCH stellt im Wesentlichen ein Ansatz zur Förderung autistischer Menschen in deren natürlichem Lebensumfeld dar.
Als Schule hat für uns besonders das kompetenzorientierte Unterrichten, dass sich an den Stärken und Spezialinteressen der Schüler mit Autismus orientiert eine Bedeutung. Ausgehend von der Diagnostik und Erfassung der Fähigkeiten, gestalten wir während des gesamten Schulalltages eine „strukturierte und visualisierte Umgebung“, die sich durch folgende Merkmale auszeichnet:

  1. Strukturierung und Visualisierung des Raumes
    Je nach Funktion werden unterschiedliche Bereiche eingerichtet, z. B. ein Lernplatz, ein Pausensessel, ein Bereich für die Mahlzeiten.
    Visualisierungen erklären, wo sich Dinge befinden und hingehören.
  2. Strukturierung und Visualisierung der Zeit
    Die Schüler können Zeitabläufe durch individuelle Pläne erfahren. In der gesamten Schule gibt es ein einheitliches Einchecksystem.
  3. Strukturierung und Visualisierung des Lernplatzes und der Lernmaterialien
    Die Schüler lernen an strukturierten Arbeitsplätzen mit Kisten-, Tablett- und Hefteraufgaben.

 

3. Schüler mit hohem Unterstützungsbedarf

… lernen in der Christophorus-Schule in gemischten Klassen in einem anregungsreichen Umfeld. Den besonderen Bedürfnissen wird durch Einzelbetreuung sowie eine Orientierung am Konzept der „Körper- und Bewegungsorientierten Klassen“ der Stiftung-Finneck erreicht. Wir unterstützen Schüler mit hohem Unterstützungsbedarf in ihrer Entwicklung durch vielfältige Unterrichtsangebote außerhalb des Rollstuhls, z. B. dem „Lernen auf der Matte“, der Lagerung auf dem Pörnbacher-Keil sowie in basalen Lerngruppen. Das therapeutische Reiten sowie die zusätzlichen Stunden in der Schwimmhalle am Johannisplatz gehören ebenso zu den besonderen Fördermaßnahmen für Schüler mit hohem Unterstützungsbedarf. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Therapeuten im Haus, sowie den ortsansässigen Hilfsmittelfirmen können wir eine ganzheitliche und alltagsorientierte Hilfsmittelversorgung unterstützen.

 

4. Sport und Psychomotorik

Die Christophorus-Schule hat durch die eigene Sporthalle und die in nächster Nähe gelegen Schwimmhalle sehr gute Bedingungen, um Sport- und Schwimmunterricht für alle Schüler anzubieten. Besonderen Stellenwert haben psychomotorische Angebote. Damit ist ein Sport gemeint der Lernen, Bewegung und Wahrnehmung gleichermaßen anregt. Beispielsweise wird die Sporthalle zum „Bewegten Lernen“ genutzt.
Im Schwimmunterricht versuchen wir die Schüler auf den Erwerb der Schwimmabzeichen vorzubereiten und schaffen es, den meisten Schülern das Schwimmen beizubringen. Parallel zum Schwimmunterricht finden vorbereitende Übungen und basale Angebote im Flachwasserbecken statt.
Seit vielen Jahren beteiligt sich die Christophorus-Schule an den Wettkämpfen der „Special Olympics“ und anderer Wettbewerbe. Die nationalen und internationalen Wettkämpfe stellen Höhepunkte für unsere Sportler dar. In folgenden Disziplinen haben wir uns bereits beteiligt: Radfahren, Schwimmen, Badminton, Fußball und Ausdauerläufe.

 

5. Feste und Feiern

Gemeinsame Feste und Feiern sind uns wichtig. Die feierliche Schuleinführung stellt für jeden neuen Schüler den Beginn der Schulzeit dar. Der Adventsmarkt ist ein Höhepunkt in der Vorweihnachtszeit. Der Tag der offenen Tür, das Jahresfest, ein Absolvententreffen, das Sportfest und die Schulentlassungsfeier gehören jedes Jahr zu den Terminen, die Gemeinschaft entstehen lassen und diese pflegen.


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